Netzwerk-CM Schweiz

Netzwerk Case Management Schweiz ist ein Verein von im Gesundheits-, Sozial- und Versicherungsbereich tätigen Personen und Institutionen, die mit der Methode des Case Management arbeiten.

Frohe Festtage

Claudia Merki - 16. Dezember 2016

Liebe Leserin, lieber Leser

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Gewöhnlich zieht man jetzt Bilanz, fragt sich: War das ein gutes Jahr? War ich erfolgreich? Habe ich erreicht, was ich wollte? Und in Zusammenhang mit CM: Haben meine Klienten ihr Ziel erreicht – sei es alleine oder mit meiner Unterstützung? Muss man sich gar eingestehen, irgendwo gescheitert zu sein?

Vom Scheitern handelt die Ausstellung "Ein Knacks im Leben. Wir scheitern... und wie weiter?" im Vögele Kulturzentrum Pfäffikon. Während des Besuchs kommen Assoziationen zum Thema CM auf. "Scheitern und keine Ende: Es kommt darauf an, was man daraus macht", so eine Erkenntnis der Ausstellung. Die Exponate der Künstler regen zum Nachdenken an. Ein Besuch ist lohnenswert (noch bis 26.3.2017).

An der diesjährigen GVPlus-Veranstaltung wurden die Suva Studienergebnisse präsentiert und diskutiert. Ist das CM hier gescheitert? "Scheitern ist eine Zuschreibung", heisst es in erwähnter Ausstellung auch, "die nicht von allen geteilt werden muss". Die Studie hat Ergebnisse hervorgebracht, die zu einer Anpassung des internen Angebots der Versicherung führten. Grundsätzlich setzt sie aber weiter auf ihr CM.

Auch das erarbeitete Kompetenzprofil lässt sich in den Ausstellungskontext bringen. Denn damit steht ein Instrument zur Verfügung, bei dem man  –  Zitat Ausstellung – "die eigenen Fähigkeiten bewusst in den Blick nehmen, Vertrauen in diese setzen und lösungsorientiert weiter handeln kann". Und weiter: Die Schlüsselkompetenzen können helfen, "unrealistische Ansprüche zu erkennen und realisitische Ziele zu setzen" und "sich fürsorglich um sich selbst kümmern, Eigenverantwortlichkeit aktivieren".
Das Kompetenzprofil hat Anklang gefunden, was uns sehr freut. Dieses Interesse und die Nachfrage zeigen, dass wir damit ein Bedürfnis aus der Praxis stillen. Der Vorstand bleibt weiter am Ball mit Ihnen.

Die Auseinandersetzung mit dem Scheitern führt auch zur Frage der Widerstandskraft. Am Jahreskongress im September war der Umgang mit psychischer Widerstandskraft bzw. psychischen Problemen das grosse Thema. Auch hier ging es darum, dass der Umgang mit einem Gesundheitsproblem bzw. wie ein solches gehandhabt wird, entscheidend ist. Mehr darüber im Tagungsbericht.

Save the date! Unser nächster Kongress am 13. September 2017 im Technopark Zürich widmet sich der "Komplexität". Wir freuen uns auf viele Teilnehmende. Mehr Informationen erhalten Sie im Frühjahr. Dann findet auch die nächste GV statt und zwar am 3. April 2017 in Zürich an der Kalaidos FH. Wiederum ist ein GVPlus-Anlass geplant. Zwei Themen stehen zur Wahl: "Diskussion CM-Label" (eine Einstellung Label SQS Zertifizierung ist möglich - siehe Newsletter-Beitrag in der Rubrik Fachentwicklung CM) oder ein "Referat Integrierte Versorgung".  Welchem Thema geben Sie den Vorrang? Stimmen Sie hier bis 10.1.2017 ab.

Neues auf unserer Website: Die FAQ sind aufgeschaltet, das Kompetenzprofil ist prominenter unter "Fachwissen" platziert, die Liste der Weiterbildungsanbieter aktualisiert. Dank dem Fachteam stehen neue Informationen zu Literatur, Forschung und Recherche bereit.
Leider verlassen Frieda Waldispühl Zindel und Myriam Eichenberger das Fachteam aus beruflichen Gründen. Für ihre wertvolle Mitarbeit danken wir herzlich und freuen uns, weiter auf das Engagement von Maximilian Ott zählen zu dürfen.

Ein Kränzchen winden wir auch den Schweizer Autorinnen und Autoren, welche im 2016 zahlreiche Beiträge für die Fachzeitschrift "Case Management" schrieben. Diese Publikationen erhöhen die Perspektivenvielfalt im CM international weiter. Mitgliedern bieten wir nach wie vor die Print- und Onlineversion an.

Zum Schluss noch dies: Nachdem wir über mehrere Jahre Politikerinnen und Politiker jeder Couleur im Newsletter zum Thema CM zu Wort kommen liessen, wechselt ab dieser Ausgabe die Perspektive, vom Aussen- hin zum Innenblick: In der neuen Rubrik "3 Fragen an..." sagen Firmenmitglieder,  wie sie den Wandel im CM in den letzten Jahren erlebten und wie sie dessen Zukunft beurteilen.

Nun bedanken wir uns herzlich für die angenehme Zusammenarbeit im ablaufenden Jahr und wünschen Ihnen und Ihren Nächsten besinnliche Festtage. Mögen künftige Fehler und Irrtümer positive Auswirkungen haben und Sie in Ihrer Widerstandskraft stärken. Wir freuen uns, auch im 2017 für Sie und mit Ihnen den Netzwerkgedanken rund um das Case Management weiterzuführen.

In diesem Sinne: ein gutes Neues Jahr.

Im Namen des Vorstandes
Christine Rex, Präsidentin
Verein Netzwerk Case Management Schweiz

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