Netzwerk-CM Schweiz

Netzwerk Case Management Schweiz ist ein Verein von im Gesundheits-, Sozial- und Versicherungsbereich tätigen Personen und Institutionen, die mit der Methode des Case Management arbeiten.

Die Rolle der PKRück in der beruflichen Reintegration

Die Zeiten, in denen eine Pensionskasse einfach abgewartet hat, bis der Rentenentscheid der IV ins Haus flattert, sind weitgehend vorbei. Die Institutionen der 2. Säule wollen je länger je mehr Einfluss auf den Verlauf eines Arbeitsunfähigkeitsfalles nehmen. Das zeigt sich bei der PKRück. Sie veranlasst und finanziert gut 100 Case Management-Fälle pro Jahr.

 

Der 35-jährige Facharbeiter E.M. wird invalid. Die Eidgenössische Invalidenversicherung (IV) spricht ihm eine ganze Invalidenrente zu. Das bedeutet, dass E.M. auch von seiner Pensionskasse eine volle Invalidenrente erhalten wird. Gehen wir davon aus, dass sich die jährliche Invalidenrente der Pensionskasse auf 40'000 Franken beläuft, so ist es nicht schwierig zu errechnen, welche Leistungen die Pensionskasse insgesamt für die Invalidenrente erbringen muss, bis E.M. das Pensionsalter erreicht. Denn trotz der 6. IV-Revision finden bis heute voll invalid gewordene Personen selten den Weg zurück in eine Erwerbstätigkeit.

Die PKRück wurde 2004 von fünf unabhängigen Schweizer Sammelstiftungen gegründet. Sie deckt die biometrischen Risiken von unabhängigen Sammelstiftungen und Pensionskassen zu marktgerechten Prämien ab. Durch ein aktives Leistungsfallmanagement strebt sie eine Verminderung des Invaliditätsrisikos an. Die Vorsorgeeinrichtungen überlassen die Bearbeitung ihrer Leistungsfälle (im Versicherungsjargon oft auch "Arbeitsunfähigkeits-Fälle" genannt) von Anfang an der PKRück. Diese holt sich – wo erforderlich – Unterstützung in ihrem Ärztenetzwerk. Mit ihrem effizienten Triage-System sorgt sie dafür, dass die geeigneten Fälle einem Case Manager aus ihrem Case Management-Netzwerk zugewiesen werden.

 

Erfolgreiche Case Management-Bilanz der PKRück

Natürlich ist es entscheidend, dass solche Fälle der PKRück schon bald nach ihrem Entstehen gemeldet werden. Denn bekanntlich verringern sich die Aussichten auf eine erfolgreiche berufliche Reintegration deutlich, je länger eine Arbeitsunfähigkeit schon andauert, ohne dass irgendwelche Massnahmen ergriffen worden sind. Die PKRück bemüht sich deshalb intensiv darum, die Pensionskassen und besonders die Sammelstiftungen entsprechend zu sensibilisieren. Bei den Sammelstiftungen bedeutet dies, dass die angeschlossenen Betriebe – zumeist KMU-Betriebe – erreicht und entsprechend instruiert werden müssen, was eine gewisse Herausforderung darstellt.

Die PKRück veranlasst und finanziert mittlerweile gut 100 Case Management-Fälle pro Jahr. Dank einer professionellen Fall-Triage und dank optimaler Zuweisung an den geeigneten Case Manager kann im langjährigen Mittel eine Case Management-Erfolgsquote von 70 Prozent erreicht werden. Das heisst: In 70 Prozent der Fälle kann mit der Unterstützung durch ein Case Management und mit den dadurch ermöglichten Massnahmen eine Erhöhung der Erwerbsfähigkeit oder eine Stabilisierung einer teilweise noch vorhandenen Erwerbsfähigkeit erreicht werden.

 

Einsparungen an Invalidenrenten sind beträchtlich

Die erfolgreiche Case Management-Bilanz der PKRück macht deutlich, dass es sich für Institutionen der 2. Säule lohnt, in die berufliche Reintegration zu investieren. Dabei handelt es sich nicht um eine Konkurrenzierung der IV, sondern um eine notwendige Unterstützung ihrer Tätigkeit im Sinne einer komplementären Zusammenarbeit.

Auch die Kunden der PKRück sind von diesem Konzept überzeugt: Die Einsparungen an Invalidenrenten sind beträchtlich, und die Risikoprämien bleiben bei einer tieferen Invaliditätsquote ebenfalls attraktiv. Auch die versicherten Personen sind für die gewährte Case Management-Unterstützung in den allermeisten Fällen dankbar, wenn sie dank einer entsprechenden Unterstützung und Betreuung weiterhin einer Erwerbstätigkeit – sei es der bisherigen oder einer angepassten – nachgehen können.

Vielleicht hätte ja auch der erwähnte E.M. in irgendeiner Form erwerbstätig bleiben können, wenn seine Angelegenheit frühzeitig der 2. Säule gemeldet worden wäre und für ihn rechtzeitig eine Unterstützung hätte veranlasst werden können.

Jonathan Bodenheimer, Leiter Ressort Case Management

PKRück, Lebensversicherungsgesellschaft für die betriebliche Vorsorge AG

Foto: Fotolia, Alexander Raths

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